Sebastian Schürmann – Profilupdate

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Leistungssportler Sebastian Schürmann im kurzen Profilupdate

Zu Bild 1: Das Bild ist im Sommer 2014 auf der Bauhaus Junioren Gala in Mannheim entstanden. Ich habe in diesem Jahr gerade mein Abitur gemacht und der Wettkampf war meine letzte Chance mich für die U20 Weltmeisterschaften in Eugene, Oregon in den USA zu Qualifizieren. Ich hatte zuvor schon alle wichtigen Qualifikationswettkämpfe gewonnen und bin als schnellster Deutscher U20 Sprinter in diesem Jahr zu dem Wettkampf angereist. An dem Wettkampf habe ich mich sehr entspannt und locker gefühlt was in solchen Drucksituationen meine Stärke ist. Diese Entspanntheit und Lockerheit ist eine Eigenschaft von mir, so das ich den Spitznamen „Iceman“ trage.

Direkt im Vorlauf konnte ich mit 10.51 Sekunden über 100m die geforderte Norm von 10.52 Sekunden unterbieten. In diesem Moment war ich unglaublich glücklich weil es für mich von Anfang an, seit dem ich wusste das die Weltmeisterschaften in den USA statt finden werden, ein Traum war dort starten zu können. Da wir uns mit der 4*100m Staffel aufgrund von Wechselfehlern leider nicht Qualifizieren konnten, war ich der einzige männliche einzel Starter auf einer Sprintstrecke (es gab außer mir keinen Deutsche der über die 100m, 200m oder 400m starten durfte. Das war definitiv ein Highlight meiner Karriere.

Zu Bild 2 und 3: Das Bild ist im Sommer 2013 bei den U20 Europameisterschaften in Rieti, Italien entstanden. Das war mein erster Einsatz für die Deutschte Nationalmannschaft, nachdem ich zuvor mehrmals aufgrund von Verletzungen oder Krankheit drauf verzichten musste.

Auf dem Bild sieht man gerade den letzten Wechsel vom Vorlauf mit der 4*100m Staffel. Später im Finale gewannen wir die Silbermedaille und waren damit U20 Vize-Europameister. Das war für mich meine erste Internationale Medaille. Als uns bewusst wurde was wir erreicht haben waren wir einfach nur glücklich und haben zusammen mit einer Deutschlandflagge eine Ehrenrunde gedreht. Neben der 4*100m Staffel durfte ich noch über 100m und bei der 4*400m Staffel an den Start gehen. Über 100m bin ich im Halbfinale ausgeschieden, nachdem ich das Finale um einen Platz verpasst hatte. Mit der 4*400m Staffel haben wir den 5. Platz erreicht. Das war bis jetzt einer meiner schönsten Wettkämpfe.

Zu Bild 4 und 5: Das Bild ist auch im Sommer 2013 bei den U20 Europameisterschaften in Rieti, Italien entstanden. Das war mein erster Einsatz für die Deutschte Nationalmannschaft, nachdem ich zuvor mehrmals aufgrund von Verletzungen oder Krankheit drauf verzichten musste.

Auf den Bildern sieht man die letzten Meter ins Ziel bei der 4*100m Staffel, auf denen ich nochmal alles gegeben habe und den Italiener neben mir auf den letzten Metern noch überholen konnte. In diesem Moment war ich sehr Fokussiert und ich wusste das wir es schaffen können eine Medaille zu hole. Dieser Wille hat auf den letzten Metern noch einmal die letzten Reserven freigesetzt. Unsere ganze Staffel war ein super Team! Später bei der Siegerehrung auf dem Podest stehen zu dürfen war ein super Gefühl.

Zu Bild 6: Das Bild ist auch im Sommer 2013 bei den U20 Europameisterschaften in Rieti, Italien entstanden. Das war mein erster Einsatz für die Deutschte Nationalmannschaft, nachdem ich zuvor mehrmals aufgrund von Verletzungen oder Krankheit drauf verzichten musste. Das Bild wurde auf den letzten Meter ins Ziel im 100m Halbfinale. Das Finale haben ich in diesem Lauf leider um 1 Platz verpasst, natürlich war ich in diesem Moment erst einmal enttäuscht doch ich musste mich schon kurz darauf wieder Fokussieren, da ich kurz darauf noch im Vorlauf der 4*100m Staffel starten durfte, mit der wir später Vize Europameister geworden sind. Im Sport gehören Höhen und Tiefen dazu, das hatte ich schon vor dieser, meiner ersten Internationalen Meisterschaft, erfahren und so viel es mir nicht schwer mich wieder neu zu fokussieren und alle Kräfte auf das nächste Ziel auszurichten.

Das Bild ist im Sommer 2014 bei den Deutschen U20 Meisterschaften in Bochum Wattenscheid entstanden. Zuvor bin eine Woche zuvor bei den U20 Weltmeisterschaften in Eugene, Oregon in den USA leider im Vorlauf ausgeschieden – und das auch noch mit der langsamsten Zeit die ich in dieser Saison gelaufen bin. Da war ich erstmal sehr enttäuscht von mir selbst und habe nach Gründen gesucht, habe jedoch festgestellt dass das einfach den Sport ist und sowas gehört dazu. Manchmal passieren gewisse Dinge einfach ohne das man einen wirklichen Grund dafür findet.

Zurück in Deutschland, waren die Deutschen U20 Meisterschaften der letzte Wettkampf einer langen Saison. Mein Ziel war es dort Spaß zu haben und insgeheim auch zu beweisen was ich wirklich drauf habe, nachdem es bei den Weltmeisterschaften nicht wie erhofft lief. Eigentlich war es geplant am Samstag über 100m nur den Vorlauf zu laufen um am Sonntag dann die 200m zu bestreiten, da man nach dem Jetlag und dem langen Rückflug von der Westküste der USA eigentlich nicht damit rechnen kann über 100m schnell rennen zu können. Nachdem ich allerdings den Vorlauf für mich mit einer Zeit die nahe meiner Bestzeit war gewann, entscheid ich mich auch noch das Halbfinale zu laufen welches ich auch gewann. Vor dem Finale fing es dann so stark an zu Regnen das wir kurz im Callroom warten mussten, da die Bahn erst vom Wasser freigemacht werden musste. Als wir dann an den Startblöcken standen war ich wieder auf mein Ziel fokussiert jedoch auch wieder innerlich entspannt und locker. Auch das Finale konnte ich für mich gewinnen. Das war für mich mein größter Erfolg da ich der Deutsche U20 Meister über die Königsdisziplin 100m geworden bin. Ich hatte allen gezeigt was ich wirklich kann! Ich wollte immer einmal Deutscher Meister über die 100m sein. Das Ziel hatte ich in diesem Moment erreicht, darüber war ich einfach glücklich und dafür habe sich all die Trainingsstunden zuvor gelohnt!

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